Dippoldiswalde ist eine kleine Stadt und liegt am Fuße des Osterzgebirges zwischen Dresden und Altenberg. Von den Einwohnern wird sie liebevoll „Dipps“ genannt. Ihren Namen verdankt sie dem Einsiedler Dippold, der einer Legende nach um das Jahr 1000 hier gelebt haben soll.
In der Dippoldiswalder Heide kann man seine angebliche Felsbehausung besichtigen. Dippold ist auch im Stadtwappen verewigt. Die erste urkundliche Erwähnung von Dippoldiswalde stammt aus dem Jahr 1218. Großen Wohlstand brachte der erzgebirgische Silberbergbau der Stadt Dippoldiswalde ab dem 13. Jahrhundert.
Zerstörungen durch verschiedene Kriege, wie der Hussitenüberfall von 1429, der Dreißigjährige Krieg, der Siebenjährige Krieg sowie der Napoleonische Krieg und die verheerenden Stadtbrände zehrten allerdings den Reichtum der Stadt wieder auf. Der Silberbergbau wurde im Jahr 1864 aufgegeben, da Silber damals seine Bedeutung als Münzmetall verloren hatte und sich deshalb der kostenintensive Abbau der geringen Vorkommen in der Region nicht mehr lohnte.
Im 14. Jahrhundert wurde um die Stadt eine Stadtmauer mit Türmen errichtet, von der auch heute noch vereinzelte Reste zu sehen sind. Es siedelten sich verschiedenste Handwerkszünfte an, wie u.a. die Lohgerber, von deren Wirkungsstätte noch das heutige Lohgerbermuseum übrig ist.
Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Dippoldiswalde zu einer größeren Stadt und durch die Eingemeindung von 10 Ortsteilen hat Dippoldiswalde heute rund 10.500 Einwohner.