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Dippoldiswalde und seine Tore
Dippoldiswalde besaß dank seiner früheren Befestigungsanlage
und Schlossmauer drei Stadttore: das
Obertor, das Niedertor und das Freiberger Tor. Allerdings
hat keines dieser Stadttore die Zeit überstanden.
Den Haupteingang zur Stadt bildete damals das
Niedertor. Das Obertor war mit einem Kreuzgewölbe
überführt. Neben ihm stand einst ein mächtiger viereckiger
Turm und auf der anderen Seite ein Wachgebäude.
Über dem Torgewölbe befand sich ein fester
Raum, in dem seit 1634, als die ganze Stadt während
des Dreißigjährigen Krieges in Schutt und Asche
gelegt wurde, die Sitzungen der Ratsherren stattfanden.
Beim Abbruch des Obertors im Jahre 1845 fand
man in einem weiteren Raum Knochenreste, eine
Steinbank und eine Kette mit Handschellen. Ein
Beweis dafür, dass dieser Raum als Verlies oder als
Haft- und Gefängniszelle in Gebrauch gewesen war.
Man findet jedoch auf dem Marktplatz in Dippoldiswalde
noch andere interessante Tore:
Das Schulzsche Tor, rechts neben dem Rathaus, befand
sich ursprünglich am Bürgermeister Schulzschen Haus,
das 1851 dem heutigen Polizeigebäude weichen musste.
Das Portal konnte aber über mehrere Generationen
bewahrt werden und wurde im Jahr 2000 in das Fußweggässchen
neben dem Rathaus eingebaut.
Das Maltitzsche Tor
mit seinen Sitznischen
ist ein Renaissancewerk,
welches man
auf dem Dippoldiswalder
Marktplatz besichtigen
kann.
Rechts und links begrenzen
Flachsäulen
mit Schmuck der Frührenaissance
das Tor.
Das Ziertor des Rathauses hat ebenfalls einen Rundbogen
und Sitznischen. Über dem Tor prangt das
Maltitzsche Wappen. |
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